Liegen Lernen

Filmkritik Liegen Lernen

Filmkritik Liegen Lernen

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Filmkritik Liegen Lernen

Filmkritik Liegen Lernen

Filmkritik Liegen Lernen

© X Verleih

Helmut (Fabian Busch) erinnert sich anlässlich einer Beziehungskrise, wie das alles angefangen hat, mit ihm und den Frauen. Der 32jährige Helmut denkt also nach. Das ist auch schon die ganze Action, die dieser Film zu bieten hat.

Es liegt in der Natur der Kamera, dass sie besser geeignet ist, das physische Tun der Menschen einzufangen als ihr Denken und ihre Gefühle. Doch Hendrik Handloegten löst die unlösbare Aufgabe, Gefühlsleben filmisch einzufangen, recht gut und vor allem sehr unterhaltsam.

Helmut hilft als Ich–Erzähler den Zuschauern, die als lange Rück­blende inszenierten Erinnerungen auf die gewünschte Weise zu interpretieren. Helmut denkt nach, wie man nachdenkt, wenn man an der Schwelle zum Erwachsenenalter steht. Er hinterfragt sein bis­heriges Leben, wie einer, der in einer tiefen Krise steckt. Aber fürs Erwachsenwerden ist er eigentlich zu alt und für die Midlife–Krise noch zu jung.

Aber bis jetzt ist Helmut das Leben einfach so passiert, ohne dass er mit aktiven Entscheidungen die Richtung seines Lebensweges mit­bestimmt hätte. Zumindest sieht Helmut das so. Doch nun steht eine Entscheidung an, die zweifellos sein weiteres Leben beeinflussen wird.

Dieser spezielle Fokus, das Gefühl des Helden, nur Spielball der Ereignisse zu sein, macht den Reiz der Geschichte aus. Wäre es nur die Nabelschau eines Spätpubertierenden, hätte Handloegten die Geschichte besser zwischen den Buchdeckeln des Romans liegen lassen.

Doch aus der Zufälligkeit, mit der Helmut durch das Leben stolpert, bezieht der Film seine ganz spezielle Art von Humor. Satirisch ent­larvende Blicke auf das kleinbürgerliche Familienleben sorgen für zahlreiche, weitere Lacher. Diese Komik gepaart mit Romantik qualifiziert «Liegen Lernen» als amüsante Filmunterhaltung.